Willkommen auf dem Blog von Kinderkrankenschwester Marina! Hier findest du regelmäßig neue Beiträge mit Impulsen und praktischen Tipps rund um Babys, Kinder und den Familienalltag. Alltagsnah, verständlich und direkt aus meiner Erfahrung als Kinderkrankenschwester und Familienkinderkrankenschwester.

Fieber ist unser Freund
Fieber ist kein Feind und keine Krankheit, sondern ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Der Körper erhöht bewusst die Temperatur, um Viren und Bakterien zu bekämpfen. Das bedeutet:
Fieber ist in den meisten Fällen etwas Gutes und zeigt, dass das Immunsystem gerade arbeitet.
Viele Eltern beobachten außerdem, dass Kinder nach einem Fieberschub oft einen kleinen Entwicklungsschritt machen. Der Körper leistet in dieser Zeit viel und manchmal zeigt sich das danach auch im Verhalten und in der Entwicklung.
Zur Orientierung kannst du die Körpertemperatur so einordnen:
• 36,5 bis 37,5 °C normale Körpertemperatur
• ab 37,6 °C erhöhte Temperatur
• ab 38,5 °C Fieber
• ab 39,0 °C hohes Fieber
Nicht jedes Fieber muss sofort gesenkt werden. Viel wichtiger ist es, dein Kind gut zu beobachten und es durch diese Phase zu begleiten. Viel Nähe, direkter Körperkontakt und ausreichend Flüssigkeit stehen dabei im Vordergrund.
Es gibt sanfte Möglichkeiten, dein Kind zu unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Wadenwickel, bei Kleinkindern auch Bauchwickel. Diese können helfen, das Wohlbefinden zu verbessern, ohne direkt in den natürlichen Ablauf einzugreifen.
Wichtig ist dabei, nicht zu schnell zu fiebersenkenden Medikamenten zu greifen. Fieber erfüllt eine wichtige Funktion im Körper und sollte nicht unnötig unterdrückt werden.
In bestimmten Situationen solltest du genauer hinschauen oder ärztlichen Rat einholen:
• bei Babys unter 3 Monaten bereits ab 38 °C
• wenn dein Kind sehr schlapp wirkt oder kaum reagiert
• bei Trinkverweigerung
• bei anhaltendem Fieber über mehrere Tage
• bei Fieberkrampf
• wenn du ein ungutes Gefühl hast
Am Ende gilt: Du kennst dein Kind am besten und genau dieses Gefühl darfst du ernst nehmen.

Babyschlaf verstehen statt trainieren
Viele Eltern sind irgendwann erschöpft.
Unruhige Nächte, langes Einschlafen und ein Alltag, der immer anstrengender wird.
Gleichzeitig fühlt es sich für viele nicht richtig an, das eigene Kind schreien zu lassen.
Ein bindungsorientiertes Babyschlafcoaching setzt genau hier an.
Es geht nicht darum, Schlaf zu „trainieren“, sondern darum, ihn zu verstehen und sanft zu begleiten.
Gerade bei kleinen Babys kann die 5-S-Methode helfen, dein Kind zu beruhigen:
• Pucken (Swaddling): gibt Sicherheit und reduziert unkontrollierte Bewegungen
• Shushing (Sch-Laute )/ weißes Rauschen: erinnern an den Mutterleib und wirken beruhigend
• Seiten- oder Bauchlage (im Arm): hilft vielen Babys, schneller zur Ruhe zu kommen
• Sanftes Schaukeln: rhythmische Bewegungen entspannen das Nervensystem
• Saugen: beruhigt und senkt den Herzschlag
Diese Methoden unterstützen dein Baby, ersetzen aber kein Verständnis für seine individuellen Bedürfnisse.
Im Coaching lernst du, den Schlaf deines Kindes besser zu verstehen und Schritt für Schritt zu verändern ohne dein Kind alleine zu lassen.
Ziel ist nicht das perfekte Durchschlafen, sondern mehr Ruhe, Sicherheit und ein Weg, der zu euch als Familie passt.

Frühe Hilfen / KoKi Familien begleiten
Vor fünf Jahren habe ich meine Weiterbildung im Bereich der Frühen Hilfen als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin abgeschlossen.
Die Weiterbildung ging über 21 Monate und hat mir nochmal eine ganz andere Tiefe in der Begleitung von Familien gegeben.
Als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin besser bekannt als Familienkinderkrankenschwester (FGKiKP) bin ich speziell dafür ausgebildet, Familien im Alltag zu begleiten.
Ich unterstütze Eltern, gebe Sicherheit und helfe, herausfordernde Situationen besser zu bewältigen.
Seitdem begleite ich Familien in unterschiedlichsten Lebenssituationen, manche nur für eine gewisse Zeit, andere auch über einen längeren Zeitraum.
Es geht dabei nicht um Kontrolle oder Bewertung, sondern darum, Eltern Sicherheit zu geben und sie im Alltag zu stärken.
Ich unterstütze Familien zum Beispiel bei:• Unsicherheiten im Umgang mit dem Baby
• Fragen zu Schlaf, Ernährung oder Entwicklung
• Überforderung im Alltag
• besonderen Lebenssituationen oder Belastungen
• Gesundheitsfragen
Oft sind es kleine Dinge, die einen großen Unterschied machen. Gemeinsam schauen wir, was die Familie wirklich braucht individuell, alltagsnah.
Die Frühen Hilfen sind ein freiwilliges und kostenfreies Angebot. Familien können sich direkt an den
Landkreis Aschaffenburg, die Stadt Aschaffenburg oder den Landkreis Miltenberg wenden.
Oder ganz einfach:
Gib in die Suchmaschine deinen Wohnort zusammen mit „KoKi“ oder „Frühe Hilfen“ ein, so findest du schnell die passende Anlaufstelle in deiner Nähe.
Bleibe informiert - Einblicke aus meinem Alltag
Wenn du dir Begleitung wünschst oder tiefer in ein Thema einsteigen möchtest, findest du hier meine Kurse und Angebote.